Irgendwie weg

/ August 14, 2018


So, das war’s – ich verabschiede mich. Nein, nicht für immer, ihr kennt mich doch. Ohne schreiben kann ich nicht. Aber ich werde mich eine Weile aus den Weiten des Internetzes zurückziehen, erlaube mir auf Instagram vielleicht noch das eine oder andere, spontane Foto zu posten. Ansonsten nutze ich die Zeit um in mich zu kehren, zu wachsen und mit neuen Projekten erst mal schwanger zu gehen, bevor sie ausgereift im Aussen bestehen können. In dieser Zeit werde ich dann wohl ganz oldschool mit Stift und Papier zu Gange sein und das aufschreiben, was mir so tagtäglich durch den Kopf schwirrt, das will schliesslich nach wie vor raus. Wie lange ich abwesend sein werde? Das weiss ich noch gar nicht so genau. Vielleicht bin ich schneller zurück als erwartet, vielleicht brauche ich aber auch mehr Zeit für mich, als bisher angenommen. Auf jeaden Fall werde ich erst dann zurückkehren, wenn das Bauchgefühl stimmt.

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute und eine zauberhafte Zeit.


Eure Nicky



So, das war’s – ich verabschiede mich. Nein, nicht für immer, ihr kennt mich doch. Ohne schreiben kann ich nicht. Aber ich werde mich eine Weile aus den Weiten des Internetzes zurückziehen, erlaube mir auf Instagram vielleicht noch das eine oder andere, spontane Foto zu posten. Ansonsten nutze ich die Zeit um in mich zu kehren, zu wachsen und mit neuen Projekten erst mal schwanger zu gehen, bevor sie ausgereift im Aussen bestehen können. In dieser Zeit werde ich dann wohl ganz oldschool mit Stift und Papier zu Gange sein und das aufschreiben, was mir so tagtäglich durch den Kopf schwirrt, das will schliesslich nach wie vor raus. Wie lange ich abwesend sein werde? Das weiss ich noch gar nicht so genau. Vielleicht bin ich schneller zurück als erwartet, vielleicht brauche ich aber auch mehr Zeit für mich, als bisher angenommen. Auf jeaden Fall werde ich erst dann zurückkehren, wenn das Bauchgefühl stimmt.

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute und eine zauberhafte Zeit.


Eure Nicky

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"Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber du kannst lernen zu surfen." - Jon Kabat-Zinn

Uuuuh, da bin ich mit meinem 3-Monats-Beitrag aber ganz schön hinterher. Ihr mögt es mir verzeihen, denn zwichen Schmelzhitze-Müdigkeitsmodus und Beschreiten eines für mich völlig neuen Weges hat mir schlichtweg die Energie gefehlt. Kurz gesagt: Ich hatte keinen Bock zum bloggen ... ja, das gibt es ab und an auch mal. Aber zum Glück darf ich nur, und muss nicht - das ist schön.

Was mir in den ersten drei Monaten noch äusserst leicht fiel, empfand ich in den vergangenen Monaten als sehr schwierig. Vor allem mit dem Plastik tue ich mich noch sehr schwer, was mich ehrlich gesagt ziemlich nervt, denn ich weiss, dass ich mehr machen könnte als ich im moment umsetze. Na gut, es nützt nichts mich darüber zu beschweren, das ist auf jeden Fall noch ein grosser Punkt auf meiner Liste, den ich früher oder später umsetzen werde - nur halt nicht ganz so rasch, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber wie heisst es so schön, alles zu seiner Zeit.

Der Umgang mit der Zuckerreduktion schwankt ein wenig, mal fällt es mir besonders leicht, dann merke ich, wie es schwerer fällt. Aber wenn ich mich da bewusst hinterfrage und danach handle, klappt es schon ganz gut.

NEUE INSPIRATIONEN ZUM THEMA BEWUSST UND KONSUMBEWUSST LEBEN
Dafür habe ich mich während der vergangenen Montate dazu entschlossen in Zukunft bewusster zu reisen. Also die Anzahl meiner Reisen (vor allem Flugreisen) zu reduzieren, dafür aber Orte besuche, die es mir erlauben (konsum)bewusster zu sein. Die Umsetzung ab nächstem Jahr steckt gerade ind er Anfangsphase der Planung. Drauf gekommen bin ich ganz einfach wiel ich dieses Jahr für meine Verhältnisse wirklich viel fliege (10x) und das eigentlich gar nicht möchte - obschon ich mich selbstverständlich auf jede dieser Reisen freue, dennoch möchte ich das in Zukunft bewusster planen und umsetzen. Dazu werde ich euch aber noch einen separaten, ausführlicheren Artikel schreiben.

PROJEKT: #LANGSAMERLEBEN
Ausserdem habe ich beschlossen langsamer zu leben. Ja, richti gelesen, ich will meinen Alltag langsamer gestalten, bewusster das geniessen was mir wichtig ist und dazu gehört für mich auch mein Leben, soweit es geht, zu entschleunigen.Unter dem Projekt LangsamERleben bin ich gerade dabei etwas Neues aufzustellen. Bis ich da etwas weiter bin gibt es schon mal Bilder und Text auf Instagram unter #langsamERleben. Vielleicht magst du ja mal vorbeischauen?

Ich wünsche dir eine zauberhafte Woche. 

WAS TRÄUME UNS SAGEN WOLLEN
Seltsam, solche Träume wie ich sie derzeit erlebe, habe ich normalerweise eher zur Herbstzeit. Überhaupt ist auch der von mir gewählte Titel etwas, was sich eher im Herbst oder Winter in meine Gedanken schleicht. So wie es aussieht, herrscht in meinem Inneren gerde mehr Herbst- als Sommerstimmung. Nun gut, man arbeitet mit dem was einem gegeben wird, nicht wahr. Schliesslich sind wir flexibel. ;)

Meine Träume sind und waren schon immer gute und wertvolle Wegweiser meines Lebens. Deren Symbolik fasziniert mich schon seit langem. In manchen Fällen bestätigen sie auch einfach nur, was ich intuitiv schon längst weiss, aber noch versuche zu verdrängen. Doch bis heute sind sie immer ein treuer Ratgeber und Wahrheitssprecher meines Unterbewusstseins.

REISE IN DIE INNEREN WELTEN 
Vor zwei Nächten hatte ich wieder einen seltsamen Traum, diesmal blieb er mir nach dem Aufwachsen jedoch noch lange sehr präsent. Für mich ein Zeichen, dass ich nochmals einen genaueren Blick darauf werfen sollte. Gesagt, getan.

Ich besuchte einen Friedhof, den ich durch meine Träume gut kannte, in der diesseitigen Welt jedoch noch nie besucht habe, oder gar weiss, ob er in dieser Form tatsächlich existiert. Ich fühlte mich, wie immer an diesem Ort, seher geerdet, aber nicht traurig, sondern geborgen und fröhlich. Da war noch jemand Anderes, ein Mann. Er nahm meine Hand und begann mit mir zu tanzen.

DER FRIEDHOF ALS SYMBOL
Der Friedhof als Symbol in Träumen kann vieles bedeuten und kann für Ungeübte schon mal eine kleine Herausforderung darstellen. Je nachdem in welchem Zusammenhang dieser im Truam erscheint und welche Handlung sich abspielt, steht er für verschiedenes. In diesem Fall war es ein schlichtes Betreten des Friedhofs, meine Gefühle waren positiv und leicht.

Das Betreten eines Friedhofs symbolisiert die Beschäftigung mit der Vergangenheit, oder wir wollen etwas begraben, wovon wir uns befreien möchten. Etwas, was uns immernoch anhaftet und beschäftigt, obwohl es in unserer Zukunft keinen Platz hat und wir es gerne hinter uns lassen möchten. Hier stelt sich die Frage, was will ich hinter mir lassen?

Gleichzeitig ist der Friedhof aber auch ein Ort, zu dem man sich begibt bei Lebenskonflikten. Wenn man man alleine nicht mehr weiter weiss. Unsere Vorfahren hatten einen starken Ahnenglauben, wenn sie alleine nicht mehr weiter wussten, dann suchten sie Orte auf um ihre Ahnen um Hilfe zu bitten. Der Friedhof kann ein solcher Ort sein.

DER TANZ ALS SYMBOL
Das Symbol des Tanzes ist ein uraltes. Bei unseren Vorfahren war der Tanz nicht nur Ausdruck der Freude und Unbeschwertheit, er war auch ein zentraler Bestandteil zeremonieller Handlungen. Durch ihn verbanden sie sich mit dem Rhytmus der Erde - es war ein regelrechtes einstimmen auf den Urrhytmus und ein Verschmelzen mit allem was war, ist und sein wird. Der Tanz hat also einerseits etwas sehr Befreiendes an sich, andererseits aber auch etwas sehr Ursprüngliches und Wildes.

WAS DAS FÜR MEINE AKTUELLE SITUATION BEDEUTET
Dieser Traum hat mir im Grunde genommen nur nochmals symbolisch vor Augen geführt, was ich längst weiss. Ich darf und muss meiner Inituition endlich vertrauen und meinen Weg einschlagen, auch wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau sehen kann, wo er mich hinführen wird. Dieses loslassen und darauf vertrauen, dass schon alles seinen Lauf nehmen wird, fällt mir im Moment extrem schwer. Da ich mich schon vor langer Zeit meiner Wilden Weiblichkeit verschrieben habe, bin ich dabei den für mich bestimmten Weg zu gehen. Ich glaube, dass ich gerade einfach getestet werde, ob ich diesen völlig neuen Weg tatsächlich will und wie viel ich dafür bereit bin zu tun. Im Moment jedoch ist jeder einzelne Schritt eine echte Mutprobe. Ja, auch das ist eine Seite des eigenen, selbstbestimmten Lebens.


WILDE WEIBLICHKEIT - ES IST NICHT IMMER EINFACH

Wenn wir von Wilder Weiblichkeit sprechen, dann meist im Zusammenhang mit Selbstliebe, einem selbstbestimmten Leben und Freiheit. Oft scheint es so, als wäre dieser Weg der heilige Gral, der alles besser macht und ja, seine eigene wilde Weiblichkeit zu leben ist ein unglaublich starker, wie ich finde, erfüllender Weg. Er ist auf jedenfall gehenswert und verbunden mit vielen wertvollen Erfahrungen. Aber nicht immer sind diese einfach zu meistern. Wilde Weiblichkeit heisst auch erbarmuslos ehrlich zu sich selbst zu sein, nicht unbedingt wertend, aber ehrlich und das wiederum bedeutet, dass wir uns unseren Ängsten stellen sollten, die uns zurückhalten und blockieren.

VERTRAUEN FINDEN  - DER INTUITION FOLGEN
Für mich persönlich bedeutet das Vertrauen zu fassen in meinen persönlichen Weg und zwar auch dann, wenn ich noch nicht das ganze Bild vor mir sehen kann. Auch dann, wenn ich noch nicht weiss wie der übernächste Schritt aussehen soll.

Die Wahrheit ist, ich kann mich nicht mehr verstellen - ich will auch gar nicht mehr. Meine Seele schreit so laut nach einem Weg, vor dem ich mich unheimlich fürchte, dass ich dennoch nicht anders kann, als zu vertauen und diesem zu folgen. Nicht wissend, wie ich das alles mit dem normalen Alltag bewerkstelligen soll. Ich möchte mich gerne brav anpassen, denn es wär alles so viel leichter, aber ich kann schlichtweg nicht (mehr). Das ist wohl der Preis dafür ein wildes, weibliches Leben führen zu können. Über seinen Schatten zu springen, seiner Intuition zu vertrauen und geschen lassen.



Krafttanken inmitten einer Metropole
Inmitten des Gewusels dieser einzigartigen Stadt gibt es einen Ort, der nicht nur so aussieht, als wäre er aus dem Kopf Tim Burtons entsprungen, sondern auch ruhig und entspannend ist, sodass man kaum glauben kann, dass er sich inmitten einer Grossstadt befindet. Überhaupt hat London ein paar wahrlich schöne Grünflächen. Eine der berühmtesten und zugleich grössten ist wohl der Hyde Park. Aber auch kleine Parks wie der Russel Square, indem sich die Kunststudenten regelmässig treffen, ist durchaus einen Besuch wert.

Der Highgate Friedhof 
Highgate befindet sich im Stadtbezirk Camden im Norden Londons und gleich oberhalb des Stadtzentrums. Vom British Museum aus sind es mit der Tube (so wird die Untergrundbahn Londons genannt) von der Haltestelle Russel Square (Blue Line) nur etwa zehn Minuten bis zur Kings Cross und von dort aus in Richtung High Barnet (Black Line) bis zur Archway Haltestelle. Danach ist es ein angenehmer zehn Minuten Spaziergang durch den Waterlow Park, der übrigens auch ganz bezaubernd ist und sich ebenso hervorragend für eine ruhige Minute eignet.

Der Friedhof besteht aus zwei Teilen, dem jüngeren, östlichen Teil und dem älteren, westlichen Teil, welcher nur geführt besichtigt werden kann. Mit einem Eintrittspreis für £8 kann man den östlichen Teil eigenständig erkunden. Wer den westlichen Teil auch sehen möchte, kann allerdings ein Ticket für £12 kaufen und hat sowohl die Tour, wie auch den Eintritt für den östlichen Teil mit inbegriffen. Ich fand die Investition hat sich allemal gelohnt.

West Cemetery
Terry, unser Guide für den westlichen Teil der Grabstätten und der, meiner Meinung nach, so überhaupt nicht wie ein Terry aussah, sondern eher wie ein James, bewies swohl Herz wie auch Humor während der Führung. Es dauerte nicht lange, bis ich von diesem Ort genauso begeistert war wie er. Wir betraten die Egyptian Avenue, den Circle of Lebanon und  die Terrace Katakomben, die ziemlich gruselig waren, vor allem nach Terry's lebhaft erzählten Geschichten.

 
 
East Cemetery
Der Ostfriedhof ist etwas weniger exzentrisch als der Westteil, aber keinesfalls weniger schön. Die meisten der alten Gräber sind von dicken Ranken umschlossen und geben dem Friedhof eine ganz besonders mystische Atmosphäre.Die berühmteste Grabstätte hier ist wohl die von Karl Marx, wobei ich gestehen muss, dass ich andere Gräber viel schöner fand als seines. Wer einen ruhigen Ort sucht um dem tosenden Lärm der Stadt zu entkommen, der wird hier auf seine Kosten kommen. Es ist herrlich durch die Natur zu gehen, dem Vogelgesang zu lauschen und, mit ein bisschen Glück, sogar einer der Nachbarschaftskatzen zu begegnen, die manchmal ganz schön frech, einige der Grabsteine für ihren Mittagsschlaf beanspruchen.

Geschichten von Geistern und Vampiren
Ich mag Friedhöfe, nicht unbedingt der Toten wegen, aber die Ruhe dort erlaubt mir meine Gedanken besonders gut zu hören. Inmitten solch friedlicher und magischer Orte sprudelt es nur so vor Geschichten in meinem Kopf und der Highate Friedhof war keine Ausnahme. Wie das Eintreten in eine andere Welt, in die Anderswelt, so kam es mir vor und wenn ich bedenke wo ich stand, ist dieser Vergleich gar nicht so weit hergeholt. Kein wunder gibt es unzählige Geistergeschichten, die sich um diesen Ort ranken. Seit den 1970er Jahren macht ausserdem das Gerücht die Runde, dass auf dem Friedhof ein echter Vampir hausen soll. Nun, begegnet bin ich ihm nicht, diesem Vampir, aber meine Fantasie hat diese Geschichte auf jeden Fall angeregt und wer weiss, vielleicht reicht diese Inspiration auch bald schon für eine kurze Geschichte.



Ihr Lieben, ich hoffe ihr hattet alle eine schöne Sommersonnenwende. Meine war überraschend ruhig aber dennoch intensiv. Ruhig deshalb, weil es mich an keines der grossen Feste mit Sonnwendfeuern gezogen hat und intensiv, weil meine Träume in letzter Zeit besonders kraftvoll sind. Sie haben viel mit dem Thema des Loslassens zu tun, wo es bei mir, an der ein oder anderen Stelle, noch ganz schön hapert. Vor ein paar Wochen stiess ich auf folgenden Satz:

"Einen Weg gehen, heisst, andere Wege aufgeben."

Wie wahr! Doch wie so oft, ist es einfacher gesagt als getan. Ich möchte mich aus den alten Fesseln lösen, doch die Angst hat leider noch viel zu oft die Überhand. Ist die Illusion eines geradlinig verlaufenden, sicheren Lebens doch so verführerisch. Diesen vermeitlich sicheren Weg aufzugeben macht mir angst, auch wenn ich rein kopftechnisch schon längst weiss, dass es eben nur eine Illusion ist.

Selbstbestimmt zu leben heisst oft auch unangenehmes zu wagen um für sich selbst einzustehen. Nur so können wir wahrhaft authentisch sein. Ich weiss also, dass ich diesen nächsten Schritt wagen muss, mir zuliebe. Mittlerweile steht immerhin schon mal fest, ich bin an der Schule aufgenommen, der Vertrag ist unterschrieben und nächstes Jahr geht es los. Drei Jahre Studium, drei Jahre Wachstum. Nach über zehn Jahren in einem Bereich, der mir nie besonders lag, wurde das höchste Zeit. Den ersten Schritt habe ich schon hinter mir und doch fällt mir der nächste extrem schwer.

Nun ist dieser gefürchtete zweite Schritt im Grunde genommen nichts anderes als mir selbst mehr Zeit einzuräumen für das, was mir wirklich wichtig ist. Ich möchte soviel meiner Energie wie möglich auf die Zukunft richtigen, auf das, worin ich einen Sinn erkenne und nicht auf das, was in meiner Vergangenheit liegt und ich keine Zukunft sehe.

Für mich ist es ein echter Kraftakt meinen Energiehaushalt auszugleichen, mich jeden Tag zu motivieren und positiv zu bleiben. Manchmal fällt es mich relativ leicht, an anderen Tagen glaube ich es kaum mehr zu schaffen. Die Frage ist aber: Schaffe ich es duchzuhalten bis ich in vier Jahren meinen Abschluss habe? Schaffe ich es überhaupt noch ein Jahr durchzuhalten, bis meine Ausbildung beginnt? Es muss und das macht mir angst, vor allem weil es mir noch so unheimlich lange vorkommt. Vielleicht aber werde ich in ein paar Jahren auf diese Zeit zurückblicken und feststellen, dass es genau diese Erfahrungen gebraucht hat. Das zumindest wünsche ich mir.

Ihr Lieben, in solchen Lebenphasen bin ich dankbar, dass ich soviel Positives in meinem Leben erkennen kann. Ich weiss, das ist nicht selbstverständlich und ich weiss auch wie es sich anfühlt, wenn es eben anders ist und man beim besten Willen nicht mehr positiv bleiben kann. Vor drei Jahren sass ich selbst in einem dieser sogenannten Löcher (Artikel: Manchmal ist es eben einfach genug) - es war nicht lustig und es hat sehr viel Arbeit gebraucht um gestärkt aus dieser Krise herauszutreten. Damals habe ich mir selbst versprochen mich nie mehr so im Stich zu lassen und seither halte ich mein Versprechen (Ich erlaube mir ganz bewusst, mein Glück anzuziehen). Wenn es nicht meht geht, wenn es einfach genug ist, dann höre ich auf mich, stehe für mich selbst ein und suche nach einer Lösung. Genaus das mache ich jetzt, auch wenn es Überwindung und Mut braucht. Alles was in meiner Macht steht, und mag es ein noch so kleiner Schritt in die richtige Richtung sein, werde ich tun und wer weiss, vielleicht muss ich keine vier Jahre durchhalten, bis zumindest die Windrichtung stimmt.

Habt alle einen zauberhaften Abend!

"Aus der Stille werden die wahrhaft großen Dinge geboren." 
- Thomas Carlyle

In unserer schnelllebigen Zeit ist es nicht immer einfach sich daran zu erinnern, was Stille ist oder gar wie sie sich anfühlt. Wenn wir uns dann doch mal in solch einer Situation befinden braucht man einen Moment um sich dieser Stille ganz und gar bewusst zu werden. Auf meinem Ausflug in die Wüste Erg Chebbi in der Sahara südlich von Erfoud erlebte ich einen solchen Moment.

Etwa eine Dreiviertelstunde dauerte die Reise zu den Dünen, sodass wir pünktlich zum Sonnenuntergang vor Ort waren. Was mich dort erwartet, übertraf meine Vorstellung, denn obwohl ich mir schon viele Male vorgestellt hatte, wie es sich anfühlen würde auf einer dieser Dünen zu stehen, war das tatsächliche Erlebnis noch um vieles stärker - ich war völlig überwältigt.


Wir waren knapp 20 Personen, zwei davon entschieden sich für einen Kamelritt. Da ich dieses Abenteuer jedoch schon von früheren Reisen kannte, entschied ich mich die Dünen zu Fuss zu erklimmen. Gemeinsam wanderten wir auf dem feinen Sahara Sand und obwohl wir eine beachtliche Anzahl Leute waren, hatte ich keinen Moment das Gefühl mich davon gestört zu fühlen.

Im Gegenteil, was gescha überraschte mich, denn es wurde ganz still. Als die Sonne zu sinken begann, sassen wir alle gemeinsam auf einer der Dünen und liessen den Moment auf uns einwirken. Um uns herum war es still, in mir war es ebenso still. Ich spürte den feinen Sand zwischen meinen Händen und die leichte Brise, die mein Haar zerzauste. Tief durchatmen. Ich fühlte mich frei. So frei, wie schon lange nicht mehr und  dann fühlte ich mich verbunden. Verbunden mit dem Boden unter meinen Füssen, mit der Welt und mit mir selbst.


In der Ferne konnte man die Beduinenzelte sehen, in denen man als Tourist übernachten konnte. Wir sollten diese Nacht allerdings wieder in unsere Lodge zurückkehren, das Kasbah Hotel Chergui, übrigens das beste Hotel auf unserer Reise. Mehr dazu und zum Thema Kasbahs werde ich euch in einem der nächsten Artikel erzählen.

Wenn ich jetzt, gut einen Monat nach meiner Reise, an diesen Tag zurückdenke, dann fühle ich mich für einen kurzen Moment wieder in dieses Erlebnis hinein. Dass ich durch diesen doch relativ kurzen Moment noch so lange Kraft daraus schöpfen könntem hätte ich nicht gedacht. Alles, was mir dazu noch zu sagen bleibt ist: Bucket List Moment - check!

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Lebst du deine wilde Weiblichkeit? Gehst du hinaus in die Welt und magst dich, als Mensch, als Frau? Ehrst du dein Mondblut? Zu diesem Beltane möchte ich dieses Thema ein wenig näher beleuchten, denn viel zu selten ehren wir uns selbst für das was wir sind - und zwar bedigungslos. Wir müssen immer dünner, dicker, grösser, kleiner, mehr oder vielleicht weniger sein. Aber was ist, wenn wir uns einfach annehmen so wie wir sind und uns genau so eigentlich ganz gut finden? Vielleicht sogar sehr gerne mögen? Ich zum Beispiel mag meine sinnliche Seite, ich bin ein absoluter Genussmensch und ich mag meine Weiblichkeit sehr gerne. Mehr noch, ich lebe sie gerne aus, was ich, zum Glück, als Naturspirituelle darf. Ich weiss, nicht in allen Lebensphilosophien ist es gern gesehen oder gar erlaubt seine Weiblichkeit zu ehren. Manchmal wird sie sogar als teuflisch, unrein, oder sündhaft angesehen. Es geht mir hier auch nicht darum jemandem etwas vorzusetzen, ich möchte lediglich dazu inspirieren sich etwas mehr mit seiner eigenen weiblichen Seite auseinanderzusetzen - jede in dem Ausmass wie es für einen stimmt.

Deine eigene Weiblichkeit erkennen
Was man unter Weiblichkeit versteht, dass muss wohl jede(r) mit sich selbst ausmachen. Ich persönlich bin kein Freund von "eine Frau hat so und so zu sein" oder "Nur dann bist du eine echte Frau" -  Götter was soll das denn bitte? Was ich persönlich hingegen ganz nützlich finde ist sich Zeit zu nehmen und sich selbst darüber klar zu werden, was wir an uns weiblich finden und diese Seite in uns zu ehren lernen. Das hat übrigens auch nichts mit "Frauen sind besser als Männer zu tun", Männer können für sich genauso herausfinden, was für sie ihre Männlichkeit ausmacht. Ich halte es schlichtweg für gesund sich mit sich selbst zu befassen, sich mit seiner Weiblichkeit auseinanderzusetzen und zu erkennen, was unser Körper täglich so alles leistet, denn das ist grandios! ich spreche hier auch nicht nur von der physischen oder sexuellen Seite, was ist mit Gefühlen, mit dem unserem Charakter, oder Talente? Worin sind wir besonders gut und würde ich das als etwas meiner weiblichen Seite zugehörig bezeichnen oder eher nicht?

Die eigene Weiblichkeit ehren
Beltane ist die Hochzeit, also die Hohe Zeit der Natur, die gefeiert wird. Mancherorts ist diese Zeit auch als Maifeiertag bekannt, in heidnischen Kreisen kennt man dazu auch den Ausdruck Beltane oder Beltaine, der aus dem keltischen Wortschatz stammt und dem keltischen Sonnengott Belenus gewidmet ist. Er bedeutet soviel wie Strahlende Sonne.

Zu diesem Fest zu dem es meiner Ansicht nach durchaus Sinnlich sein darf, gibt es viele alte Bräuche und Rituale. Besonders berühmt sind die sogenannten Lebensfeuer (auch als Mai- oder Beltanefeuer bekannt).Wer gerne mehr über die alten Bräuche erfahren möchte, dem kann ich *diesen* Artikel ans Herz legen. An dieser Stelle möchte ich allerdings nicht zu sehr beim Thema Bräuche verweilen, sondern möchte diese ganz besondere Beltane-Vibe dazu nutzen unsere Weiblichkeit mit all unseren Sinnen zu erfahren. In Form eines Tanzes vielleicht? Oder wie wäre es mir einer rituellen Körperbemalung, mit herrich leuchtenden Farben und Symbolen, die für dich eine ganz besondere Bedeutung haben - vielleicht eine weibliche Bedeutung? Nur um ein paar Beispiele zu nennen.Es gibt auch Frauen, die es mögen mit ihrem Mondblut malen, andere wiederum finden das eklig. Falls du es dir so ergehen sollte, frage dich vielleicht warum du dich so vor deinem eigenen Blut ekelst. Kannst du womöglich sogar deine Meinung darüber ändern, wenn du beginnst deine Weiblichkeit zu ehren? Natürilch soll es am Ende für dich passen. Tue das was sich für dich richtig anfühlt. Aber wage es auch an der einen oder anderen Stelle dich selbst ein wenig herauszufordern. Werde zur Entdeckerin, zur Forscherin deiner Selbst.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein zauberhaftes, sinnliches Beltaine.